Ladungssicherung

Die technischen Regelwerke als Konkretisierung der Gesetze.

Neben den zivil- und straßenverkehrsrechtlichen Bedingungen für eine korrekte Ladungssicherung gibt es weitere Konkretisierungen – z. B. durch die DIN EN 12642 Code XL sowie vom VDI, der Daimler AG oder Branchenverbänden – die detaillierte Vorgaben für den Transport der jeweiligen Ladegüter machen.

Regelwerke wie die VDI-Richtlinie 2700 mit ihren Beiblättern oder die DL-Richtlinie 9.5 sind dazu gedacht, die branchenund güterspezifischen Bedingungen zur Ladungssicherung so weit vorzugeben, dass die Ladung auf dem Transportweg sowie bei den Ladevorgängen keinen Schaden nimmt, und dass beteiligte Personen nicht gefährdet werden.

Ein weiterer guter Grund, neben den gesetzlichen auch die fachlichen Regelwerke zur Ladungssicherung zu beachten, ist der § 22 StVO. Darin geht es um das Thema Ladung. In Absatz 1 dieses Paragraphen geht es um Ladungssicherung und hier lautet der 2. Satz wörtlich: „Dabei [bei der Ladungssicherung] sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten“.

Mit diesen so genannten „anerkannten Regeln der Technik“ sind u. a. die DIN- und EN-Normen zum Thema Ladungssicherung sowie die Richtlinie VDI 2700 gemeint. Genau diese Regelwerke werden also von Gerichten herangezogen, wenn es im Zivil-, Verkehrs- oder Strafrecht um Schäden z. B. aufgrund „verlorener Ladung“ geht.

Auf die anerkannten Regeln der Technik ist auch aus juristischer Sicht Verlass