Ladungssicherung

Werte für die Praxis

Die Reibbeiwerte der gängigsten Materialkombinationen zeigen große Unterschiede, daher ist es wichtig, zumindest einige Eckdaten immer vor Augen zu haben. Im Zweifelsfall sollten Sie den niedrigeren Wert nehmen. Das gilt auch für die Einschätzung, an welcher Stelle sogenannte Reibfugen vorhanden sind, also Verbindungspunkte zwischen Materialien.

Beispiel: Eine Palette steht auf dem Trailerboden, hier kann Bewegung zwischen Boden und Palette entstehen, aber auch zwischen Palette und Ladungsgut und auch zwischen den Einzelteilen der Ladung. Der jeweils schwächste Punkt wird zur Bewertung herangezogen. Die Tabelle in Bild Nr. 2 zeigt die dynamischen Reibbeiwerte. Es wird also angenommen, dass die Ladung immer ein wenig in Bewegung ist, durch Vibrationen beim Fahren, sodass die Anfangshaftung keine Rolle spielt.

Im Zweifelsfall nehmen Sie einen kleineren Reibwert, z. B. μ = 0,2 für eine ungefegte Ladefläche.

Machen Sie sich mit den Zahlenwerten der Kräfte vertraut, um die notwendigen Sicherungskräfte und -maßnahmen für die Ladung vor Ort bestimmen zu können.

Der Anti-Rutschboden mit einem Gleit-Reibbeiwert von ? = 0,6 vereinfacht die Ladungssicherung.