Ladungssicherung

Niederzurren mit dem richtigen Winkel

Kraftschluss oder Formschluss
Grundsätzlich unterscheiden wir bei der Ladungssicherung zwei Prinzipien – die Sicherung durch Formschluss und die Sicherung durch Kraftschluss. Die kraftschlüssige Ladungssicherung beruht auf einer Intensivierung der Reibungskraft zwischen der Ladung und der Ladefläche. Dazu wird der Druck auf die Ladung mit Hilfe von Zurrmitteln erhöht, die Ladung also stärker auf die Ladefläche gepresst, sie behält dadurch ihre Position. Die formschlüssige Ladungssicherung beruht auf einer Begrenzung des Laderaums, das heißt, jedes Frachtstück liegt lückenlos an einem anderen bzw. an der Laderaumbegrenzung, als Stirn- oder Rückwand oder Seitenwänden.

Wann ist die Ladungssicherung durch Niederzurren sinnvoll?
Nicht ohne Grund ist die Sicherung durch Niederzurren die am häufigsten angewandte Form der Ladungssicherung – vorausgesetzt, die notwendigen Vorspannkräfte können realisiert werden. Allerdings darf man nicht unterschätzen, dass diese Art der Ladungssicherung nur bei niedrigen Gewichten funktioniert. 

Niederzurren – die Vorspannkraft 
Beim Niederzurren einer Ladung sichert das Zurrmittel nicht direkt, sondern über die Erhöhung des Anpressdrucks. Die Ladung wird also ausschließlich durch die Reibungskraft gegen das Verrutschen gesichert. Dabei werden z. B. über ein Frachtstück zwei Zurrgurte gelegt. Die Gurte werden in Zurrpunkte auf der Ladefläche eingehakt und mit einem Spannelement, z. B. einer Ratsche vorgespannt.

Erhöhte Reibung – erhöhte Sicherung 
Soll eine kraftschlüssige Ladungssicherung erreicht werden, müssen die Reibungskräfte mindestens genauso groß sein wie die fahrdynamischen Kräfte. Das gilt für die Massenkraft, die beim Beschleunigen oder bei Kurvenfahrten auftritt genauso wie beim Bremsen.

Druck erhöht den Reibungswiderstand


Der Zurrwinkel wird zwischen dem Zurrmittel
und der Ladefläche gemessen. Je kleiner dieser
Winkel ist, desto höher muss die Vorspannkraft,
also die Leistung des Spannelements, z. B. der
Ratsche sein.



Optimal ist ein Zurrwinkel um die 90°. Jetzt summieren sich die Spannkräfte der Gurte nahezu verlustlos zur Anpresskraft auf die Ladung.