Die Geschichte von Schmitz Cargobull

Zukunft braucht Herkunft. Die Geschichte von Schmitz Cargobull als Familienunternehmen ist durch erfolgreiche Innovationen geprägt. 

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  • 1892 - Firmengründer Franz Heinrich Schmitz

    1892 übernahm Franz Heinrich Schmitz, von seinem Vater, die kleine Dorfschmiede in Altenberge im Münsterland und legte somit den Grundstein für den heutigen europäischen Trailerhersteller. Der Ort Altenberge, mit Zollstation, lag an der „Holländischen Chaussee“. Holprige Wege führten hier bergauf und bergab. Heute wären solche Handelshemmnisse der Alptraum eines jeden Logistikers. Dem Urahn aller „Schmitzianer“ kamen sie sehr gelegen. Reisende mussten rasten und Franz Heinrich Schmitz kümmerte sich – schon damals sehr kunden- und serviceorientiert – um Hufeisen und lädierte Eisenreifen für die Holzräder der Pferdefuhrwerke.

    Pferdefuhrwerk


  • 1935 - Beginn der Anhängerproduktion

    Im Jahre 1935 baut Schmitz seinen ersten Anhänger. Die Nutzfahrzeugindustrie gewinnt in Deutschland immer mehr an Bedeutung und Schmitz-Anhänger konzentriert sich voll und ganz auf die rasante Entwicklung der Aufbauten- und Anhängerbranche.

    Erster Anhänger

  • 1940 - Josef und August Schmitz

    In den 1940er Jahren übernehmen die Söhne Josef und August Schmitz das Steuer. Josef Schmitz leitet die Produktion, erfindet Lösungen für die kompliziertesten Probleme und erweitert kontinuierlich die Produktpalette. August Schmitz kümmert sich um den Vertrieb und besucht die Kunden und Lieferanten.

    Josef und August Schmitz

  • 1970 - Familien Schmitz und Hoffmann

    Anfang der 1970er Jahre bestimmt die dritte Generation den Kurs. Dr. Heinz Schmitz als Kaufmann und Peter Schmitz als Ingenieur und Konstrukteur leiten zunächst das Unternehmen. Für ihr aufstrebendes Unternehmen benötigen sie noch einen Experten für Vertrieb und Marketing. So steigt Bernd Hoffmann 1974 mit ins Unternehmen ein und übernimmt die Vertriebsaktivitäten.

    Bernd Hoffmann, Heinz Schmitz und Peter Schmitz

  • 1980 - Umzug ins Industriegebiet Altenberge

    Die Vertriebsstrategien sind erfolgreich, die Absatzzahlen steigen, daher werden größere Produktionsflächen benötigt. Die Fertigungskapazität im Stammwerk im Dorf Altenberge reicht nicht mehr aus. 1980 kommt es zur Produktionsverlagerung. Schmitz-Anhänger baut nach modernen Standards eine neue Fertigungsanlage im Industriegebiet von Altenberge.
    Neuer Standort in Altenberge

  • 1998 - Der blaue Elefant

    Die Absatzzahlen des Unternehmens steigen stark an und Schmitz-Anhänger stellt sich international auf. Das deutsche Wort „Anhänger“ ist in anderen Sprachen nicht verständlich und aufgrund des Umlautes „ä“ schwer auszusprechen. Deshalb wird es ersetzt durch das Kunstwort „Cargobull“. „Cargo“ steht für Ladung und „bull“ für den blauen Elefanten. Im Dezember 1998 wird Schmitz-Anhänger, offiziell auf den neuen, international anerkannten Markennamen Schmitz Cargobull umfirmiert.

    Altes und neues Logo Schmitz Cargobull

  • 1950 – Aufstieg des „Thermoswagen“
    Mit den 1950er Jahren bricht ein dynamisches Jahrzehnt an.
    Das Wirtschaftswunder beschert Schmitz-Anhänger einen rasanten Aufschwung und starke Absatzzahlen. Neu im Angebot: Kühlfahrzeuge für den Transport temperierter Fracht, sogenannte Thermoswagen.
    Thermoswagen Schmitz Cargobull
  • 1955 - Start der Serienproduktion

    Schon früh gilt es, innovativ auf die Anforderungen der Kunden einzugehen, aber auch die Produktion ständig zu modernisieren. Einer der ersten Großaufträge kommt von der Deutschen Bundespost und verlangt Schmitz-Anhänger direkt neue Fertigkeiten ab. Mit diesem Auftrag steigt Schmitz-Anhänger in die Serienfertigung ein. Die Spezialanhänger für den Transport von Telegrafenmasten sind so konstruiert, dass sie sich in Zweierstapeln aufstellen und waggonweise für den Weitertransport zusammenstellen lassen.

    Alte Projekte von Schmitz Cargobull


  • 1973 - Zeit der Tankfahrzeuge

    Als die Ölförderländer ab 1973 große Fahrzeugflotten ordern, verzeichnet Schmitz-Anhänger Jahr für Jahr zweistellige Wachstumsraten. Hunderte von Tankfahrzeugen, aber auch Kühlaufbauten, werden aus dem Nahen Osten geordert. Die Serienfertigung wird immer weiter ausgebaut. Bis in die späten 1980er Jahre hat Schmitz-Anhänger auch Tankfahrzeuge in seiner Produktpalette.

    Tankfahrzeug Schmitz Cargobull

  • 1984 - „The great man made river“ - Projekt
    Schmitz-Anhänger ist einer der wenigen Hersteller, die die Tieflader für den Bau der 4.000 km langen Wasserpipeline in Libyen liefern können. Die Bevölkerung der großen Städte in Libyen benötigt dringend sauberes Trinkwasser. Mit fast 300 Schmitz-Tiefladern kann Libyen die Wasserpipeline, in der 6 Mio. km³ Wasser pro Tag durchfließen, rechtzeitig fertig bauen und die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen. Man bezeichnete das Projekt auch als 8. Weltwunder.
    Great man made river Projekt
  • 1994 - Koffer, Kipper, Curtainsider, Container

    Die Strategie „Wachstum durch Verzicht“ wird umgesetzt. Der Trailerhersteller konzentriert sich auf die vier umsatzstärksten Fahrzeugreihen: Planenauflieger, Kofferfahrzeuge, Kipper und Containerchassis. So können mit 20% der vorherigen Produktvielfalt, 80% des Marktes gedeckt werden.

    Wachstum durch Verzicht

  • 1999 - Schmitz Cargobull in Litauen

    Im Jahr 1999 übernimmt Schmitz Cargobull das Werk in Panevėžys, Litauen. Durch diese Übernahme ist das Unternehmen jetzt auch in Osteuropa vertreten. Panevėžys ist der größte ausländische Standort von Schmitz Cargobull. Mit 325 Mitarbeitern werden hier Sattelkoffer, Planenfahrzeuge und FERROPLAST Paneele produziert.

    Werk Panevezys Schmitz Cargobull

  • 2002 - Schmitz Cargobull in Spanien

    Nach deutlichen Absatzsteigerungen in den spanischen und portugiesischen Märkten, setzt Schmitz Cargobull mit dem neuen Werk in Zaragoza (Spanien) ein Zeichen. Wir sind da, wo unsere Kunden sind. Zur Zeit arbeiten bei Schmitz Cargobull in Spanien 161 Mitarbeiter und produzieren Sattelkoffer und Sattelcurtainsider.

    Werk Zaragoza Schmitz Cargobull

  • 2017 - Schmitz Cargobull in der Türkei
    Im April 2017 startet die Produktion von Sattelcurtainsider in Adapazari, Türkei. Die Produktion von Sattelkoffern und –kippern folgt noch im selben Jahr. Die offizielle Eröffnung des Multi-Production-Plant ist im Oktober des Jubiläumsjahres. Mit der modernen Produktionslinie und dem umfangreichen Angebot an Dienstleistungen ist Schmitz Cargobull jetzt auch in Süd-Ost-Europa vertreten.
    Werk Türkei Schmitz Cargobull
  • 1936 - Belegschaftsfoto

    Firmengründer Heinrich Schmitz an seinem 80. Geburtstag mit der gesammelten Belegschaft. Zu der Zeit sind ca. 75 Mitarbeiter bereits im Unternehmen integriert. Die Söhne August und Josef Schmitz haben mittlerweile die Führung des Unternehmens übernommen.

    Belegschaft Schmitz Cargobull 1936

  • 1936 - 2017 Stetiges Wachstum der Mitarbeiter
    Die Anzahl der Mitarbeiter bei Schmitz Cargobull steigt kontinuierlich an. Anfangs noch ein kleiner Familienbetrieb, gehört Schmitz Cargobull heute zu den größten Arbeitgebern im Münsterland und ist in ganz Europa vertreten.

    Belegschaft Schmitz Cargobull
  • 2017 - Familienrat der Schmitz Cargobull AG
    Die Familienstämme Schmitz und Hoffmann werden zur Zeit im Unternehmen durch die Personen: Andreas Schmitz, Bernhard Schmitz und Dirk Hoffmann vertreten. Der Familienrat ist das wichtigste Entscheidungsgremium im Unternehmen. Er legt die strategischen Rahmenbedingungen der Schmitz Cargobull AG fest.

    Familienrat der Schmitz Cargobull AG
  • 2020 - Vorstand der Schmitz Cargobull AG
    Die Vorstandsmitglieder 2020 der Schmitz Cargobull AG leiten das Unternehmen und verfolgen die Umsetzung der Strategien. Mit Andreas Schmitz als Vorstandsvorsitzenden ist gleichzeitig ein Familieninhaber an der Spitze des Unternehmens.

    Vorstand der Schmitz Cargobull AG
  • 1937 - Das Schmitz-Spuraggregat
    Eines der ersten und erfolgreichsten Patente war das „Schmitz-Spuraggregat“.
    Im Jahre 1937 macht Schmitz-Anhänger mit technischen Highlights überregional auf sich aufmerksam. Das „Schmitz-Spuraggregat“, die selbstspurende Hinterachse für Dreiachsanhänger, wird erstmals auf der Internationalen Automobil Ausstellung IAA in Berlin 1937 vorgestellt. Die neue Entwicklung verhilft Schmitz-Anhänger in der Fachwelt zu einem innovativen Ruf und beeinflusst den Aufstieg des Unternehmens maßgeblich.
    Schmitz Spuraggregat
     
  • 1978 - Wegweisende Fahrzeugisolation
    Schmitz-Anhänger patentiert 1978 die FERROPLAST-Paneele, die für die hervorragende Isolations-Leistung der Kühlkoffer sorgen. Mit dieser wegweisenden Technologie löst Schmitz-Anhänger eine Reihe von Schwierigkeiten, die den Kühlfahrzeugbauern Probleme bereitet haben. Der wirtschaftliche Erfolg der dampfdiffusionsdichten Paneele gegenüber dem sonst üblichen glasfaserverstärkten Kunststoff spiegelt sich deutlich in den Absatzzahlen wieder. Der Marktanteil der Sattelkoffer von Schmitz Cargobull in Deutschland steigt dadurch auf über 70 Prozent.FERROPLAST
     
  • 1993 - Der höhenverstellbare Aufbau
    FLEXOS – Variable Trailerhöhen für wechselnde Aufsattelhöhen.
    Unterschiedliche Länder erfordern meist unterschiedliche Transportlösungen. Mit der Technologie FLEXOS konstruiert Schmitz Cargobull einen höhenverstellbaren Aufbau, der sich den verschiedenen Anforderungen in den Ländern anpassen kann.
    FLEXOS
     
  • 1999 - Ende der Schweiß-Ära im Chassis
    Mit der Einführung des innovativen Baukastensystems MODULOS geht die Schweiß-Ära im Chassis zu Ende.
    Die Chassis werden von jetzt an nicht mehr geschweißt, genietet oder geschraubt, sondern mit Schließringbolzen kraft- und formschlüssig verbunden. Dank dieser Fügetechnik lassen sich die einzelnen Teile segmentweise vorfertigen, beschichten und ohne Beschädigung des Korrosionsschutzes zusammenfügen.
    MODULOS Chassis
     
  • 2004 - Die Trailer-Telematik
    Trailer-Telematik schafft Durchblick im Warentransport. Schmitz Cargobull startet als einer der ersten Trailerhersteller mit einem eigenen Telematiksystem. Dieses autarke Betriebssystem meldet alle betriebswirtschaftlichen Daten des Trailers. Angefangen bei der Standortübertragung, Laufleistung, Bremszustand und Reifendruck bis hin zu den anfallenden Wartungskosten. Mit TRAILERCONNECT herrscht eine maximale Datentransparenz über die gesamte Trailerflotte.
    Trailer Telematik
     
  • 2010 - Schnell – Robust – Wartungsarm
    Das Planensystem SPEED CURTAIN lässt sich in nur 35 Sekunden öffnen oder schließen und ist damit schneller als alle Planensysteme zuvor.
    Im Gegensatz zur klassischen Schiebeplane wird der SPEED CURTAIN oben und unten geführt und ist dadurch sehr schnell, robust und wartungsarm. Hinzu kommt, dass das lästige Öffnen von Planenverschlüssen entfällt, und sich durch die obere und untere Verankerung die Kräfte besser übertragen lassen, was wiederum der Ladungssicherung zu Gute kommt. Der SPEED CURTAIN verschafft wertvolle Minuten, die für mehr Flexibilität und Effizienz in der Fuhrparkplanung sorgen und steht zusätzlich für Arbeitssicherheit. Die Fahrer müssen beim Be- und Entladen nicht die Ladefläche betreten und die integrierten Mikrorungen verhindern die Verletzungsgefahr durch herabfallende Rungen und Aufsatzlatten.

    SPEED CURTAIN
     
  • 2012 - Komplettlösung für den temperierten Transport
    Schmitz Cargobull entwickelt als einziger Trailerhersteller ein eigenes Kühlgerät und bietet somit ein zuverlässiges Gesamtsystem für den Kühltransport. Mit der Eigenentwicklung setzt Schmitz Cargobull einen neuen Maßstab in der Kühltransport-Branche. Geringer Energieverbrauch, höchste Präzision in der Temperaturregelung und langlebige Auslegung aller Komponenten sind die Grundeigenschaften der Schmitz Cargobull Transportkältemaschine.

    S.CU Cooling Unit
     
  • 2014 - Mehr Modularität, Flexibilität und Sicherheit
    Eine neue Trailer-Generation setzt Maßstäbe in der Stabilität und im Handling. Die hohe Qualität von Chassis, Aufbau und Ausstattung sorgt für das reibungslose Erledigen der Transportaufgaben und ist ein Erfolgsfaktor in der Logistikbranche. GENIOS steht für einen perfekt aufeinander abgestimmten Modulbaukasten, der fahrzeugübergreifend kombiniert werden kann. Mit den verschiedenen Modulen von Fahrwerk, Chassis und Aufbau lässt sich eine große Variantenvielfalt erzeugen, mit der Präzision und Schnelligkeit einer hochmodernen Fertigung.

    GENIOS
     
  • 2014 - Die Sicherheits-App für den Sattelkipper
    Mehr Komfort und Sicherheit für Fahrer und Fahrzeug via S.KI Control Sicherheits-App.
    Mit der Innovation S.KI Control App kann der Fahrer wesentliche Trailer-Funktionen direkt vom Fahrerhaus per Smartphone oder Tablet steuern. Zu diesen Funktionen gehören z.B. die Steuerung des elektronischen Schiebeverdecks, sowie der Knickwinkel-Assistent, der die exakte Ausrichtung der Zugmaschine zum Trailer überprüft. Des weiteren kann der Fahrer via Smartphone den Laderaum überwachen und den Reifendruck kontrollieren. Durch diese und weitere Funktionen der S.KI Control App können Aufgaben unterschiedlicher Komplexität einfacher und zeitsparender erledigt werden.
    S.KI CONTROL App
     
  • 2018 - S.KO COOL SMART

    Niedrige Gesamtbetriebskosten machen den Sattelkoffer S.KO COOL SMART langfristig wirtschaftlich. Er bietet maximale Sicherheit für die Fracht, sorgt für ein sicheres Handling von temperierter Fracht und kurze Umschlagzeiten an der Rampe. Die serienmässig vorhandene Telematik TrailerConnect® sorgt für Transparenz und eine lückenlose Dokumentation der Kühlkette.

    Sattelkoffer S.O COOL SMART mit integrierter Telematik