Cargobull eBrief
Aktuelle Themen auf einen Blick
VECTO: CO₂-Vorgaben auch für Anhänger
Was die neue EU-Verordnung wirklich bedeutet
Mit der EU-Verordnung 2024/1610 gelten erstmals CO₂-Vorgaben auch für Anhänger, obwohl sie selbst keine eigenen Emissionen erzeugen. Sie verlangt zudem, dass Hersteller von Sattelanhängern durch konstruktive Maßnahmen eine rechnerische CO₂-Reduktion von zehn Prozent erreichen, gemessen am theoretischen Einfluss auf den Verbrauch des ziehenden Lkw. Für sonstige Anhänger soll ein Zielwert von -7,5 % erreicht werden. Bei Nicht-Einhaltung drohen ab 2030 Strafzahlungen in Höhe von 4.250 € pro Fahrzeug und g CO₂ pro t-km.
Am Beispiel eines dreiachsigen Sattelaufliegers entspricht dies in etwa einer Strafzahlung von 15.300 €.
Grundlage für die Berechnung ist das Simulationstool VECTO (Vehicle Energy Consumption Calculation Tool) -Trailer, das zwar theoretische Optimierungen positiv bewertet, aber praxisrelevante Ausstattungen wie Ladebordwände, Mitnahmestapler oder Intermodalfähigkeit abwertet, obwohl diese in der Realität Leerfahrten vermeiden und die Effizienz erhöhen. Das führt zu CO₂-Einsparungen auf dem Papier, während auf der Straße zusätzliche Fahrten und ein höheres Emissionsaufkommen drohen.
Da zudem hohe Kosten, kaum erreichbare Zielwerte und ab 2030 erhebliche Strafzahlungen zu erwarten sind, haben mehrere europäische Hersteller, darunter Schmitz Cargobull, Klage eingereicht und setzen sich für Regelungen ein, die reale Transportbedingungen berücksichtigen und wirtschaftlich tragfähig bleiben.
Moderne Trailer erzielen bereits heute durch Aerodynamik, Leichtbau und optimierten Rollwiderstand messbare Effizienzgewinne. Mit Lösungen wie dem Lang-Lkw-Konzept EcoDuo - zwei Standard-Auflieger, die mit einem Dolly verbunden sind und von nur einer Zugmaschine gezogen werden - zeigt Schmitz Cargobull, wie praxistaugliche Konzepte Transportkapazitäten steigern, Fahrten reduzieren und so tatsächlich CO₂ einsparen können.
Im laufenden Rechtsstreit der europäischen Anhängerindustrie vor dem Europäischen Gerichtshof wird die Entscheidung über die Zulässigkeit für das zweite Quartal 2026 erwartet.
Service Partner of the Year 2025
34 Servicepartner ausgezeichnet
Schmitz Cargobull arbeitet europaweit mit 1.400 autorisierten Service Partnern zusammen, um eine maximale Fahrzeugverfügbarkeit zu gewährleisten.
Wir freuen uns, aus diesem starken Netzwerk 34 Service Partner aus 33 Ländern mit der Auszeichnung „Service Partner of the Year 2025“ zu ehren.
Die ausgezeichneten Werkstätten überzeugen durch besonders zuverlässige und erfolgreiche Pannenhilfe, eine hervorragende Werkstattqualität sowie eine engagierte Kundenbetreuung. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist die reibungslose Zusammenarbeit bei der Abwicklung von Serviceverträgen und Gewährleistungsfällen. Durch eine hohe Ersatzteilverfügbarkeit sind die Trailer schnell wieder einsatzbereit, was Standzeiten deutlich reduziert.
Ein herzliches Dankeschön an alle Service Partner of the Year 2025 für ihre hervorragende Leistung und ihr Engagement.
Wie Aryzta Food Solutions seine Tiefkühllogistik weiter optimiert
Von Fremdvergabe zur eigenen Flotte inklusive Full Service
Bei der Aryzta Food Solutions GmbH als führende Handelsgesellschaft für tiefgekühlte Convenience-Backwaren und Food-Service-Produkte kommt es auf Temperaturtreue, Pünktlichkeit und Qualität an.
Genau das war der entscheidende Impuls, die eigene Logistikstrategie neu auszurichten. Statt weiterhin auf externe Dienstleister und gemietete Trailer zu setzen, entschied sich das Unternehmen für den Aufbau einer eigenen Kühlsattelflotte im Rahmen eines Contract-Lease-Modells mit Full-Service-Vertrag von Schmitz Cargobull.
Heute profitiert Aryzta Food Solutions von einer deutlich höheren Planbarkeit, kalkulierbaren Kosten und einer Lieferzuverlässigkeit von über 98 Prozent. Wartung, Reparaturen und Ersatzfahrzeuge sind vertraglich abgesichert – ein entscheidender Faktor in der sensiblen Tiefkühllogistik.
Die enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Schmitz Cargobull sorgt dafür, dass die Logistikprozesse optimal auf die Anforderungen des wachsenden Geschäfts abgestimmt sind.
Neue Body Control Unit (BCU)
Maximale Verfügbarkeit durch intelligente Vernetzung
Die neue Body Control Unit (BCU) an der Stirnwand des Sattelkühlkoffers S.KO COOL ist das zentrale Element für maximale Betriebszeit im temperaturgeführten Transport.
Sie vernetzt alle relevanten Systeme und schafft die Grundlage für intelligente Funktionen und eine zukunftssichere Flottenlösung. In Verbindung mit der S.CU‑Kältemaschine ermöglicht die BCU eine höhere Verfügbarkeit von Trailer und Kältemaschine. Der Batterieladezustand der S.CU ist jederzeit transparent im TrailerConnect® Portal einsehbar – für planbare Wartung statt ungeplanter Werkstattaufenthalte.
Für weniger Stillstand und mehr Einsatzbereitschaft.
Bleiben Sie jederzeit einsatzfähig, schützen Sie Ihre Investition und behalten Sie die Kosten im Griff. Die speziell auf den S.KO COOL abgestimmte Versicherung bietet Ihrem Trailer umfassenden Schutz – von Haftpflicht über Voll- und Teilkasko bis hin zu Brems-, Betriebs- und Bruchschäden.
Nähe, die sich auszahlt
Neues Montagewerk in Oradea
Mit unserem neuen Montagewerk im rumänischen Oradea profitieren Kunden in Zentraleuropa von einer noch stärkeren Marktnähe. Die regionale Montage verkürzt Wege, beschleunigt Abläufe und sorgt dafür, dass Fahrzeuge schneller und gezielter gemäß Ihren Anforderungen erhalten.
In Oradea montieren wir Sattelcurtainsider S.CS und Sattelkipper S.KI speziell für den zentraleuropäischen Markt. Das ermöglicht kurze Reaktionszeiten, hohe Flexibilität bei der Konfiguration und eine passgenaue Umsetzung Ihrer individuellen Bedarfe.
Das neue Produktionswerk in Oradea stärkt mit den bestehenden Standorten in Deutschland, Litauen, Spanien, England und der Türkei unsere Produktionskapazitäten gezielt dort, wo sie gebraucht werden.
Für Sie bedeutet das konkret: kürzere Lieferzeiten, eine höhere Fahrzeugverfügbarkeit und maximale Flexibilität bei der Fahrzeugproduktion.
Einfach sichern. Sicher arbeiten.
Die neue Mittelrunge für alle Sattelcurtainsider
Im anspruchsvollen Transportalltag zählen Effizienz und einfache Handhabung.
Die neue Mittelrunge von Schmitz Cargobull wurde gezielt weiterentwickelt, um Ladungssicherung zu erleichtern und körperliche Belastungen im täglichen Einsatz zu reduzieren. Durch ein verbessertes Handling, eine optimierte Lattentaschenaufteilung sowie die leichtere und gleichzeitig robuste Konstruktion lässt sich die Mittelrunge schneller und sicherer bedienen. Das spart Zeit bei Be- und Entladeprozessen und unterstützt ein ergonomischeres Arbeiten.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Einfacheres Handling: Die optimierte Höhenverstellung erleichtert das Arbeiten und unterstützt bei der korrekten Ladungssicherung.
- Mehr Flexibilität im Einsatz: Die verbesserte Lattenaufnahme ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedliche Ladungssituationen.
- Weniger körperliche Belastung: Bis zu 17 % weniger Gewicht pro Runge unterstützen ein ergonomischeres Arbeiten im täglichen Betrieb.
- Robust und langlebig: Hochwertige Materialien und eine durchdachte Konstruktion sorgen für eine lange Lebensdauer im harten Transporteinsatz.
Regulatorik: Bereit für SUMS
Bereit für die Zukunft
Ab Juli 2026 ist SUMS (Software Update Management System) gesetzlich vorgeschrieben. Ziel der Regulierung ist ein sicherer, nachvollziehbarer und dokumentierter Umgang mit Fahrzeugsoftware über den gesamten Lebenszyklus.
Die TrailerConnect® Telematik- und Digital-Services-Lösungen von Schmitz Cargobull unterstützen Flottenbetreiber dabei, diese Anforderungen effizient umzusetzen. Software-Stände und relevante Fahrzeuginformationen lassen sich transparent erfassen und strukturiert verwalten. So entsteht eine belastbare digitale Grundlage für die regulatorische Konformität von softwaregestützten Fahrzeugfunktionen – mit geringem administrativen Aufwand und integriert in den Flottenalltag.
Für Flottenbetreiber bedeutet das: mehr Transparenz, rechtssichere Prozesse und eine frühzeitige Vorbereitung auf kommende regulatorische Anforderungen.
