Mehr Flexibilität mit City-Trailern
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Das europäische Unternehmen JOST hat wahrhaft Format: Mit 2.800 Mitarbeitern, 1.700 eigenen Lkw und einer Anhängerflotte von über 4.000 Einheiten ist JOST einer der größten europäischen Transport- und Logistikdienstleister. In Belgien übernimmt das Unternehmen den Transport für eine Reihe großer Supermarktketten, darunter Carrefour. Seit einigen Jahren werden für diese Transporte mehr und mehr Verteiler-Lkw durch City-Trailer von Schmitz Cargobull ersetzt.
Inzwischen hat JOST stolze 80 Zweiachs-Kühlauflieger Schmitz Cargobull S.KO CITY mit S.CU d80-Kältemaschinen in seiner Flotte, außerdem 30 Einachser der Serie S.BO CITY mit FERROPLAST-Kofferaufbauten als Trockenfrachter. Sensoren überwachen Anzahl und Zeitpunkte von Öffnungen der Trailer, hinzu kommen unterfaltbare Ladebordwände, verstärkte Edelstahl-Heckrahmen und Rolltore.
„Seit 2019 arbeiten wir mit den kompakten Aufliegern als Ersatz für Verteiler-Lkw und sehen darin eigentlich nur Vorteile“, erzählt Jean-Sébastien Dekens, Operational Retail Manager bei JOST. „Die Auflieger sind effizienter einsetzbar, halten länger und sind daher finanziell interessanter als Motorwagen mit Kofferaufbau. Außerdem ist unser System seitdem fast vollständig auf den Wechsel der Auflieger in den Distributionszentren abgestimmt. Auflieger, die mit Verpackungsmaterial zurückkommen, werden abgestellt, und die Zugmaschine kann einen beladenen Auflieger für die nächsten Lieferungen aufsatteln.”
„Im Distributionszentrum werden die Auflieger mit unseren Terminalzugmaschinen rangiert”, fügt Dekens hinzu. „Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz von Aufliegern eine optimale Nutzung unserer Standard-Sattelzugmaschinen. Wir sind ein multifunktionales Transportunternehmen mit Container-, Planen- und Volumentransporten, Schubbodenaufliegern und sogar Tank- und Kippsattel. Durch die Verknüpfung der jeweiligen Planungen können wir die Sattelzugmaschinen optimal dort einsetzen, wo Transportbedarf besteht. Das ist mit Motorwagen natürlich nicht möglich.”
„Seit 2019 arbeiten wir mit den kompakten Aufliegern als Ersatz für Verteiler-Lkw und sehen darin eigentlich nur Vorteile.“
Jean-Sébastien Dekens, Operational Retail Manager bei JOST
Thema Nachhaltigkeit
Neben dem flexiblen Einsatz der Auflieger und Sattelzugmaschinen zahlt sich dieses Konzept auch im Sinne der Nachhaltigkeit aus. Dazu trägt laut Dekens auch der Einsatz von 500 Fahrzeugen mit LNG-Antrieb bei. Ein weiterer großer Vorteil besteht darin, dass durch den Einsatz von Aufliegern mehr Ladekapazität zur Verfügung steht. „Unsere Auflieger machen durchschnittlich zwei bis drei Stopps pro Route, was mit einem Verteiler-Lkw aufgrund des Platzmangels nicht möglich ist. Anschließend laden die Auflieger Verpackungsmaterial bei manchmal bis zu fünf verschiedenen Supermärkten.“
„Vor allem die 9 Meter langen S.KO CITY sind besonders wendig und wir können damit die meisten der manchmal beengten Standorte anfahren“ ergänzt Dekens. „Für Supermärkte, die besser erreichbar sind, verwenden wir die 11 Meter langen S.KO CITY. Und für die modernen Carrefour-Filialen mit großzügigen Platzverhältnissen setzen wir unsere 13,60-Meter-Standardauflieger S.KO COOL ein. Kurz gesagt, versuchen wir je nach Lage immer Auflieger mit dem größtmöglichen Volumen einzusetzen.”
Genehmigung für die Innenstadt
„Volumen bedeutet Effizienz, aber es muss auch passen“, schränkt Dekens ein. „Belgien hat viele alte Innenstädte, in denen mitunter kaum Platz für die Belieferung bleibt, und die engsten Ladestellen müssen wir daher weiterhin mit Verteiler-Lkw anfahren. Unser Ziel ist es zwar, so viele Sattelauflieger wie möglich einzusetzen, aber manchmal geht es einfach nicht.“
Einen weiteren Grund für den Einsatz von Verteiler-Lkw bilden besondere Vorschriften in vielen belgischen Städten. Oft ist eine Genehmigung erforderlich, um in die Innenstadt fahren zu dürfen, und diese Genehmigungen sind auf dem Kennzeichen vermerkt. „Da wir ständig andere Sattelzugmaschinen einsetzen, ist das schwierig, und wir müssen auch deswegen Verteiler-Lkw in der Planung berücksichtigen. Wir sehen dies jedoch als Hemmnis für die Entwicklung, die Effizienz und sogar für die Nachhaltigkeit“, beklagt Dekens.
Intensiver Einsatz führt zu eigener Werkstatt
Insgesamt werden täglich 400 Fahrten von den vier Distributionszentren zu den Filialen von Carrefour geplant. „Unsere Fahrer haben feste Sattelzugmaschinen, aber eben keine festen Auflieger“, verdeutlicht Guy Beck, Transport Supervisor bei JOST. „Schäden sind daher an der Tagesordnung, was für uns Anlass war, in Antwerpen eine eigene Werkstatt einzurichten.“ In die Liste der Reparaturarbeiten an Fahrzeug und Trailer reiht sich hier auch die Wartung von Ladebordwänden und Kältemaschinen ein.
„Ein großer Vorteil der Bauweise von Schmitz Cargobull ist das modulare Konzept.“
Guy Beck, Transport Supervisor bei JOST
„Ein großer Vorteil der Bauweise von Schmitz Cargobull ist das modulare Konzept“, ergänzt Beck. „Das erleichtert die Arbeiten und wir können außerdem immer sicher sein, die richtigen Ersatzteile zur Verfügung zu haben. Wir nutzen unsere Auflieger 12 bis 15 Jahre, bevor wir sie ersetzen – je nach Zustand: Der Verteilerverkehr ist intensiv und hinterlässt nun einmal Spuren.”
Das Unternehmen
JOST ist im Straßen- und multimodalen Transport in Europa und im Maghreb tätig. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Komplettladungen, Sammelgut, flüssige und gasförmige Stoffe, Schüttgut sowie temperaturgeführte Ware. Die Transporte führen nach Tunesien und ganz Europa, mit den Schwerpunkten Benelux, Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweiz und Italien. JOST bietet umfassende Dienstleistungen in vielen Branchen wie E-Commerce, Expresslieferung, Lebensmittelindustrie, Chemie, Automobilsektor, Textilien, Rohstoffe, Medizinsektor, Bau- und Holzindustrie sowie Abfallentsorgung.
Zur vielseitigen Fahrzeugflotte addiert sich ein ausgedehntes Netzwerk mit eigenen Niederlassungen und Lagern, Zugang zu Zügen und Binnenschiffen sowie mehrsprachigen Mitarbeitern in ganz Europa. Außerdem stimmt ein internes IT-Team die Logistiklösungen individuell auf die jeweiligen Geschäftsbeziehungen ab.
Einen wichtigen Posten bilden auch Einzelhandel und Vertrieb: Mit mehr als 4.500 Lieferungen pro Tag ist JOST 24-Stunden-Spezialist in den Benelux-Ländern. Für die Arbeit mit temperaturempfindlichen Gütern ist JOST nach ISO 9001 zertifiziert ist.
Über Niederlassungen mit Lagerhaltung verfügt JOST in den belgischen Städten Antwerpen, Waarloos, Geel, Oupeye, Herstal, Battice, Grâce-Hollogne, Malmedy, Messancy, Aubange, Athus, Molinfang und Ghlin. In den Niederlanden kommt ein Lager in Maastricht hinzu, in Deutschland am Standort Eschweiler. Insgesamt verfügt das Unternehmen an diesen Standorten über 710.000 Quadratmeter Lagerfläche. Die weiteren Niederlassungen verteilen sich auf neun europäische Länder und Tunesien.
